Die Schleuderwirkungsklasse: Restfeuchte klassifiziert

Die Restfeuchte bezeichnet den Grad an Feuchtigkeit in der gewaschenen Wäsche, der nach dem Schleudergang in ihr zurückbleibt. Sie vergleicht das Gewicht der trockenen mit dem der nassen Wäsche nach dem höchstmöglichen Schleudergang. Die Restfeuchte sagt also die Effizienz des Schleudern aus. Darum bezeichnet das EU-Energielabel die Skala, auf welcher die Werte der Restfeuchte in Klassen dargestellt werden, als Schleuderwirkungsklasse.

Schleuderwirkungsgradklasse Restfeuchte
A < 45 %
B 45 bis 54 %
C 54 bis 63 %
D 63 bis 72 %
E 72 bis 81 %
F 81 bis 90 %
G > 90 %

Zu erkennen ist die großzügige Anlegung der einzelnen Klassen. Um zu bewerten, ob diese Klassifizierung uns von Nachteil sein kann, muss der Wert einer besseren Restfeuchte verstanden werden. WaschLos listet in jedem Fall nicht die Schleuderwirkungsklasse, sondern den genauen Wert der Restfeuchte zu jeder einzelnen Waschmaschine.

Eine geringe Restfeuchte spart Trockenzeit

Die Restfeuchte nimmt also Einfluss auf die Trockenzeit der Wäschestücke. Für das Trocknen auf einem Wäscheständer zählt die Zeitersparnis des kürzeren Trockenvorgangs bei geringerer Restfeuchte nur wenig. Allerdings kommt eine niedrige Restfeuchte dem Nutzen eines Wäschetrockners zugute. Die Trockenzeit bei einer Restfeuchte von ca. 60%, die bei einem Schleudergang von 1000 U/min erreicht wird, unterscheidet sich im Gegensatz zu einer Restfeuchte von 50%, die einer Schleuderzahl von 1400 U/min zugesprochen wird, um rund 10% bis 15%. Das senkt die Stromkosten erheblich, da die Mechanik des Schleuderns gegenüber dem Gebrauch eines Wäschetrockners weitaus günstiger in den Stromkosten ausfällt.