Aktuelle Einschätzung der Stiftung Warentest November 2015

Im November 2015 hat die Stiftung Warentest 12 Waschmaschinen getestet, die das strengste Energielabel A+++ zieren. Insgesamt haben die getesteten Waschmaschinen ganz ordentlich abgeschnitten. Stiftung Warentest wollte wissen, wie energiesparend die Waschmaschinen wirklich sind und welche Leistung sie im Eco-Programm bringen. Das Testmotto war „Je voller je doller“, doch ist dem wirklich so?

Das Energiesparlabel ist kein Garant

Beim Waschmaschinenkauf achten immer mehr Käufer auf das Energielabel. A +++ steht für die höchste Einsparmöglichkeit in den Bereich Strom und Wasser. Die Waschmaschinen sind mit einem Ecoprogramm ausgestattet, doch dieses wird nicht immer genutzt. Die Auszeichnung A +++ beruht aber auch auf dem Verbrauch im Ecoprogramm. Stiftung Warentest hat im November Test geprüft, wie energiesparend die 12 Waschmaschinen wirklich sind, wenn sie nicht im Ecoprogramm laufen.

Die Test-Maschinen von Stiftung Warentest

Die getesteten Maschinen haben, wie bereits erwähnt, alle das höchste Energiesparlabel A+++ und  fassen rund 7 bis 8 Kilogramm an Waschgut. Zwei der getesteten Maschinen haben eine automatische Dosierung für Flüssigwaschmittel. Auch ein Waschtrockner mit Wärmepumpentechnologie fand auf dem Prüfstand platz.
Die getesteten Maschinen sind:

  • Samsung WF76F7E6E6P4W
  • Miele WMH 120 WPS
  • Siemens WM 16Y892
  • AEG Lavamat L79485FL
  • Bauknecht WA Plus 87 4 DA
  • Beko WYA 71483 LE
  • Haier HW80-B14266
  • Whirlpool AWO 8S784
  • LG F14U2QCN2
  • Candy GV 147 TC3
  • Siemens WM 14Y54A

Große Temperaturunterschiede

Bei dem Test fiel auf, dass die getesteten Maschinen große Temperaturunterschiede im 60-Grad-Energiespar­programm aufweisen. Einige der getesteten Maschinen haben nicht annähernd die 60 Grad erreicht. Bei einer Maschine waren es lediglich 27 Grad. Durch die deutlich niedrigeren Temperaturen sparen die Maschinen Strom. Die AEG Lavamat L79485FL schnitt versteht die Physik und wäscht mit einer Wassertemperatur von lediglich 26,9 im 60°C Energiesparprogramm. Die niedrigen Temperaturen sorgen allerdings dafür, dass sich die Waschzeit verlängert um die gleiche Waschwirkung eines 60°-Waschgangs zu erzielen.
Interessant ist, dass die Maschinen im Normalprogramm 60 Grad die Temperatur fast alle erreichen, dort gibt es deutlich geringere Unterschiede.

Muss die Waschmaschine voll beladen werden?

Nicht immer ist soviel Wäsche zu waschen, dass die Maschine voll beladen werden kann. Gerade in Single-Haushalten ist das oft die Regel. Wie wirkt sich die Maschinenbeladung auf den Stromverbrauch aus? Stiftung Warentest ist auch dieser Frage nachgegangen. Bei einer halben Waschmaschinenfüllung senkt sich der Stromverbrauch, aber er reduziert sich nicht um 50 Prozent.
Wie genau der Stromverbrauch bei einer halb beladenen Waschmaschine aussieht, kann auf WaschLos zu jedem Modell nachgelesen werden. Empfehlung seitens Warentest ist, dass sich Singlehaushalte nicht dem Werbetreiben ergeben, sondern auf Maschinen mit geringer Kapazität setzen. Hier ist die Auswahl allerdings auch nicht höher als bei Maschinen, die bei Teilladung ein gutes Werk verrichten. Da der Fortschritt und Trend in Richtung großer Maschinen wandert, ist es wohl weniger Ratsam ein Modell zu erwerben, dessen Kapazität unter dem Standard bemessen ist.
Beim Kauf einer neuen Waschmaschine sollte natürlich auf die Umweltfreundlichkeit geachtet werden. Gerade der Strom- und Wasserverbrauch haben nicht nur Einfluss auf die Umwelt, sondern auch aufs eigene Portemonnaie. Seit der Kostenexplosion bei den Energiepreisen sollte auf ein sparsames Waschen geachtet werden. Waschlos.de gibt genaue Informationen über den Strom- und Wasserverbrauch. Die einzelnen Statistiken bieten eine moderne und kostensparende Kaufentscheidung.