Waschmaschinen mit Wlan: Sinn und Unsinn von Smartphone Apps

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Manche neue Waschmaschine wird mit einer Smartphone App steuerbar sein
  • Zwar lässt sich die Maschine damit fernsteuern, die Handarbeit bleibt jedoch nicht erspart
  • Lediglich spezifischer Nutzen für Verbraucher, die einen Sinn für sich erkennen können

Sinn und Unsinn von Waschmaschinen mit Smartphone App

Immer mehr im Haushalt lässt sich über WLAN bzw. per App steuern: Rollläden hoch- oder runterfahren, Licht an oder aus, die Heizung einschalten und vieles mehr. Die neue Technologie macht auch vor Waschmaschinen keinen Halt. Im Handel werden neuerdings Waschmaschinen angeboten, die mit einem WLAN-Anschluss ausgestattet sind. Die Steuerung erfolgt über kostenlose Apps des jeweiligen Herstellers. Mit dieser neuen Technologie kann also digital mit der heimischen Waschmaschine kommuniziert werden. So werden nicht nur Daten von der Maschine aufs Smartphone gesendet, es besteht ebenso die Möglichkeit der Maschine zu sagen, was sie zu tun hat. Jedoch bleibt das Be- und Entladen nicht aus. Wo ist also der Sinn der Funktion?

Gut, sobald das Smartphone laufen lernt

Durch die Vernetzung der Waschmaschine ist es möglich, die Waschmaschine aus der Ferne zu starten. Allerdings muss sie vorher auch mit der Wäsche beladen worden sein. Das Smartphone wird das nicht für uns übernehmen. Was offensichtlich scheint ist gleichzeitig das größte Manko am WIFI-Konzept, da die Möglichkeit der Fernsteuerung im Falle von Waschmaschinen eben immer mit Handarbeit verbunden ist. So darf dem ganzen mit Skepsis begegnet werden und die Funktion als Beigabe verstanden sein. Aktuell scheint diese „Spielerei“ das Gesamtbild einer Waschmaschine eher zu trügen. Schließlich zahlt man für eine Funktion, die letztlich kaum einen Wert zum Gerät beisteuert.

Waschmaschine mit WLAN

Nur die Bedienung sprich die Temperatur, die Schleuderdrehzahl und das Programm können mithilfe der verschiedenen Apps ausgewählt und gestartet werden. Das Smartphone wird somit zur Fernsteuerung der Waschmaschine. Die manuelle Steuerung der Programme usw. ist nach wie vor möglich, denn auch die WLAN Waschmaschinen haben ein ganz normales Display.

Die entsprechende App, die vom Hersteller meist kostenlos zur Verfügung gestellt wird, erlaubt das Einstellen der Waschtemperatur, des Spülgangs, der Schleuderdrehzahl und des Zeitpunkts des Programmstarts. Während des Waschgangs wird der Status angezeigt, wie es auch auf dem Display der Waschmaschine üblich ist. Einen tatsächlichen Mehrwert haben wir hieraus nicht schließen können. Wir überprüfen ja auch im Haushalt nicht, ob die Maschine nun spült oder schleudert. Wichtig scheint lediglich das Ende des Programms zu sein. Eine Nachricht hierüber auf das Mobiltelefon zu erhalten mag also das Beste sein, was die Apps momentan zu bieten haben. Dank des modernen Knitterschutzes ist zwar keine Eile geboten, um die Maschine zu entladen, die eingehende Nachricht kann jedoch beim Zeitmanagement im Haus behilflich sein.

Informationen angefügt

Mit den Waschmaschinen Apps lässt sich nicht nur die heimische Waschmaschine bedienen, sondern liefern die Apps auch Informationen. Liegt zum Beispiel eine Störung vor, so informiert die App den Nutzer hierüber und es werden Tipps zur Behebung gegeben. Die Anwender erhalten auch Pflegetipps und Rat zu den Waschprogrammen. Letzteres lässt sich jedoch auch aus dem Handbuch entnehmen, oder auf WaschLos in Erfahrung bringen. Wir können die Wertigkeit der Informationen nicht geringschätzen. Schließlich beschäftigt sich der Nutzer, sollte das Interesse an der App gegeben sein, wenigstens mit der Waschmaschine und baut nicht auf alte Erfahrungen oder überliefertes Waschverhalten von Großmutter. Die Zeiten haben sich geändert, jedoch scheint es noch etwas zu früh für eine Waschmaschine mit Fernbedienung.

Viel Werbung, wenig Nutzen

Waschmaschinen mit WLAN mögen interessant sein, doch was bringt die Fernsteuerung der Maschinen? Die Waschmaschine muss nach wie vor mit der Wäsche beladen und später entladen werden. Das Waschmittel sowie der Weichspüler müssen ebenfalls vorher eingefüllt werden. Es sind dann meist nur noch ein bis zwei Handgriffe nötig und die Waschmaschine wäscht die Wäsche. Durch die Möglichkeit die Startzeit einzuprogrammieren, kann die Wäsche auch während der Abwesenheit gewaschen werden.

Nach wie vor sollten der Energieverbrauch, ein sparsamer Wasserverbrauch und ein leises Arbeiten im Vordergrund stehen.

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