Stromverbrauch bei Teilladung

Eine alte Regel besagt, dass man Waschmaschinen möglichst nah dem maximalen Fassungsvermögen betreiben soll. Grund dafür ist, dass Waschmaschinen auch bei Teilladung in den meisten Fällen die gleichen Verbrauchswerte aufweisen, wie im vollbeladenen Zustand. Das EU-Energielabel lässt auch Verbrauchswerte zu teilbeladenen Waschgängen einfließen, so dass die Hersteller unter Zugzwang stehen sich diesem Thema anzunehmen. Aktuell ist es jedoch auch ohne große Anpassung möglich die besten Klassen des EU-Labels zu erreichen, ohne auch nur einen Gedanken an eine optimierte Leistung bei Teilladung zu verschwenden.

  • Stand März 2016

  • Unter 60%: local_laundry_service0
  • Über 60%: local_laundry_service2
  • Über 70%: local_laundry_service7
  • Über 80%: local_laundry_service10
  • Über 90%: local_laundry_service10

Messbar

WaschLos listet den Unterschied des Stromverbrauchs einer Maschine bei voller und halber Füllmenge. Hierzu werden die gemessenen Werte des EU-Datenblatts im 60°C Programm bei voller und halber Ladung übernommen und abgeglichen. Resultat des Vergleichs ist eine prozentuale Angabe, die zu verstehen gibt, wieviel Strom die Maschine bei halber Ladung im Gegensatz zur vollen Ladung verbraucht.

Nachholbedarf

In den letzten Jahre bewarben die Hersteller ihre Serienmodelle damit, dass die Mengenautomatik den Füllstand erkennen und der Waschvollautomat somit weniger Strom und Wasser verbrauchen würde. In den Praxistests erwies sich die Funktion jedoch als trugschluss. Noch immer Waschen die meisten Waschmaschinen selbst bei Teilladung nah am Verbrauch eines vollbeladenen Geräts. Nur wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel. Auch die effizientesten Geräte kommen über einen Stromverbrauch von 63% bei halber Ladung nicht hinaus. Diesen Wert darf man bereits als bahnbrechend bezeichnen.